Elektrische und manuelle Getreidemühlen im Test

Ich backe seit über 20 Jahren Brot und habe mich mit dem Thema elektrische Getreidemühlen ausgiebig beschäftigt. In diesem Blog Post stelle ich Ihnen meine Testsieger vor.

Elektrische Getreidemühle Test
Getreidemühle aus Holz


Eine elektrische Getreidemühle ist eine sinnvolle Anschaffung für jeden, der regelmäßig frisch gemahlenes Getreide in der Küche verwendet. Die besten Mühlen sind leider nicht die billigsten, aber es lohnt sich, für eine gute Mühle aus Holz etwas mehr auszugeben. Sie sollte unbedingt richtige Mahlsteine enthalten, denn nur dann wird das Getreide ohne Hitzeentwicklung schonend gemahlen. Worauf Sie außerdem beim Kauf und bei der Verwendung achten sollten und welche Geräte wirklich empfehlenswert sind.

Elektrische Getreidemühle Testsieger von "Schrot und Korn"

Der Getreidemühlen Test ist schon eine Weile her, aber die bekannte Naturkostzeitschrift Schrot und Korn hat 2000 elektrische Getreidemühlen getestet und einen umfangreichen Ratgeber veröffentlicht. das magazin gibt es kostenlos in Naturkostläden und Bio-Läden. Soviel hat sich an den Modellen nicht geändert, sie sind im Prinzip noch genauso heute im Handel erhältlich. Ich selbst habe viele Jahre mit dem klassischen Modell von Schnitzer gearbeitet und kann diese Mühle sehr empfehlen. Allerdings haben die Geräte so ihre Tücken, man muss bei der Verwendung einige Dinge beachten. Denn auch bei den besten Geräten kann es vorkommen, dass sich Getreidekörner im Mahlwerk verklemmen und den Motor blockieren, doch dazu später mehr. Zunächst lesen Sie, worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche Modelle empfehlenswert sind.

Schrot und Korn" empfiehlt die Schnitzer Getreidemühle Cerealo, es gibt sie in drei Größen mit unterschiedlicher Motorleistung. Die Cerealo 200 hat mit 600 Watt den stärksten Motor. Die anderen beiden Modelle, Cerealo 125 und 100 sind mit 360 und 250 Watt viel schwächer, dafür deutlich günstiger. Die 200er ist das beste Modell für größere Mengen, wer nur ab und an mahlen möchte, kann auch die kleineren Ausführungen kaufen. Auch die Produkte von Hawos sind empfehlenswert.



Mein Testsieger: Schnitzer Getreidemühle Cerealo wird auch in Bioläden verwendet. Hier bei Amazon ansehen



Für die Vollwertküche eine Getreidemühle mit echtem Mahlstein kaufen 





Ich empfehle Ihnen, unbedingt eine Mühle mit Mahlstein zu kaufen und das aus gutem Grund. Bei diesen Modellen werden die Körner wie in einer traditionellen, großen Getreidemühle zwischen zwei Mahlsteinen zerrieben. Die Steine bestehen aus einer keramischen Mischung, die das Material Korund enthält. Korund ist das zweite härteste Mineral nach dem Diamanten, es ist extrem widerstandsfähig. Die Mühlsteine, die dieses Material enthalten, sind sehr langlebig und werden auch nach vielen Jahren nicht stumpf. Der Vorteil liegt aber vor allem in der schonenden Bearbeitung der Getreidekörner. Denn wenn die Getreidekörner zwischen den Steinscheiben zerrieben werden, werden sie fast gar nicht erhitzt. Dadurch verändern sie sich nicht im Geschmack, zudem werden Mineralstoffe und Vitamine geschont.




Ganz anders sieht die Sache bei den preiswerten, elektrischen Getreidemühlen aus, die mit einem Schlagmesser aus Stahl ausgestattet sind. Das Stahlmahlwerk zerkleinert die Körner rasend schnell, dabei werden sie aber stark erhitzt. Das Mehl hat später einen deutlich wahrnehmbaren Röstgeschmack, der sogar ein wenig bitter sein kann. Zudem werden durch die Erhitzung Vitamine und Mineralstoffe teilweise zerstört. Davon abgesehen ist das Ergebnis mit den Schlagmessern nicht wirklich zufriedenstellend, einige weichere Getreidearten können damit relativ fein gemahlen werden, andere bleiben ungleichmäßig und grob. Nicht zuletzt können Sie auf diese Art von Getreidemühle auch verzichten und sich stattdessen eine preiswerte Kaffeemühle mit Schlagmesser oder eine Küchenmaschine kaufen. Denn das Funktionsprinzip ist dasselbe.
Wenn Sie also das Geld für eine eigene Getreidemühle ausgeben möchten, sollten Sie sich unbedingt für ein Modell mit echten Mahlsteinen entscheiden!


Weitere Unterschiede 


Ein wichtiger Unterschied bei den im Handel erhältlichen Geräten liegt in der Motorleistung. Die besten elektrischen Getreidemühlen  wie zum Beispiel die Modelle von Schnitzer oder Hawos sind auch in Bioläden und Naturkostläden im Einsatz, das Personal mahlt darin tagtäglich größere Mengen Getreide für die Kunden. Hier kann man schon sehen, dass die Qualität der Motoren sehr gut sein muss. Denn die Motoren sind leistungsstark und auch bei täglicher Nutzung langlebig. Die Hersteller geben auf die Mühlen mindestens zwei Jahre Garantie, teilweise sogar sehr viel mehr. Es lohnt sich, etwas mehr in eine 600 Watt Mühle zu investieren, wenn tagtäglich Getreide gemahlen werden soll. Vor allem für Menschen, die ihr Brot selber backen, ist dieser Aspekt wichtig, denn die Mengen an Getreide, die dann gemahlen werden müssen, sollten nicht unterschätzt werden. Für kleinere Mengen reichen auch 250 Watt.


Manuelle Getreidemühlen




Welche ist die beste manuelle Getreidemühle im Test? Bevor Sie sich für eine manuelle Getreidemühle entscheiden, sollten Sie sich ein paar Fragen stellen. Welche Art von Getreide wollen Sie mahlen, und was wollen Sie damit machen?

Wenn Sie Ihre Getreidemühle auch als Kaffee- oder Gewürzmühle verwenden möchten, sollten Sie nach einem Modell mit einem Edelstahlmahlwerk suchen, das ölige Körner verarbeiten kann.

Eine andere Sache, die Sie berücksichtigen sollten, ist, wie fein Ihr Mehl sein soll. Nur wenige manuelle Getreidemühlen sind in der Lage, Mehl so fein zu mahlen wie die elektrischen. 

Wie oft werden Sie Ihre Mühle verwenden und wie viel Mehl müssen Sie produzieren? Die kleinen, preiswerten Modelle arbeiten viel langsamer als die High-End-Modelle, wobei die durchschnittliche Handmühle etwa sechs Tassen Mehl in 30 Minuten erzeugt. Sie sehen also, für kleine Mengen geht es auch ohne Motor, für größere Mengen nicht.

Argumente für manuelle, handbetriebene Getreidemühlen

Ganze Körner müssen geschält werden, bevor Sie sie mahlen können. Wenn Sie Ihr eigenes Getreide anbauen, müssen Sie dies selbst tun. Der Vorteil beim Kauf ganzer Körner in Bioläden ist, dass sie bereits geschält sind (das Silberhäutchen ist noch dran, daher ist es Vollkorn). Ganze Körner sind lange haltbar, während frisch gemahlenes Vollkornmehl innerhalb einer Woche verbraucht werden sollte.

Übrigens: Falls Sie Sauerteig selbst machen möchten, brauchen Sie ganz frisch gemahlenes Mehl, das noch alle Enzyme enthält. Dann wird der Sauerteig besser, vor allem bei Roggensauerteig.

Obwohl wir uns hauptsächlich auf Mühlen für Brotmehl konzentriert haben, können Sie manuelle Getreidemühlen auch für andere Zwecke verwenden. Mit der richtigen Art von Handmühle können Sie gefriergetrocknete Früchte, Kaffee oder Kakaobohnen mahlen. Sie können Ihre eigenen Kräuter und Gewürze im Garten anbauen und diese dann mit Ihrer Getreidemühle zu Pulver verarbeiten. Achten Sie aber darauf, dass alle teile der Mühle, die Kontakt zu Lebensmittel haben, aus Metall bestehen und nicht aus unbehandeltem Holz. Denn sonst schmeckt später auch das Mehl nach Kaffee oder Kräutern.


Mit einer manuellen Getreidemühle können Sie auch bei einem Stromausfall gesundes, selbstgemachtes Brot essen. Für den Notfall in Kriesenzeiten ist eine Hand-Getreidemühle unverzichtbar.


Diese manuellen Getreidemühlen sind meine Empfehlung 

Die beste Getreidemühle mit Edelstahlkorpus für Mehl, Gewürze und Kaffee Tischklemme:
Back to Basics Kornmühle


  • Hier ist alles aus Metall, nimmt keinen Geruch an und auch für andere Lebensmittel geeignet. 
  • Wird am Tisch festgeklemmt. 
  • Sehr leichtläufig, mühelos zu bedienen, geht wirklich schnell. 
  • Verschiedene Mahlgrade sind möglich.
  •  Super Preis-Leistungs-Verhältnis (ca. 50 €)

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Beste Nostalgie Getreidemühle, stehend aus Buchenholz: Zassenhaus Kornmühle Buche

  • Mit Schublade, wie Omas Kaffeemühle. 
  • Hochwertig verarbeitet
  • Für sehr kleine Mengen
  • Mahlwerk aus Metall
  • Buche kann Gerüche annehmen
  • Mahlt langsamer als das Modell von Back to Basics
  • Steht von allein, kann auch auf dem Schoß gehalten werden
  • Preis ca. 70-80 €


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Einkaufsratgeber

 

Elektrische Getreidemühlen sind am schnellsten und einfachsten zu bedienen und für ihre Leistung sind sie immer noch relativ preiswert.


Vorteile elektrischer Mühlen im Vergleich zu Handmühlen

  • Gute Produkte verfügen auch über eine größere Auswahl an Mahlgrad Einstellungen, so dass Sie Ihre eigenen Mehle und Schrote speziell für Ihre Bedürfnisse herstellen können. Die meisten eignen sich hervorragend für die Herstellung von sehr feinem Mehl, das für das Backen von Gebäck und Kuchen mit einer zarten Krume benötigt wird, sowie für gröbere Mehle, Schrot und sogar Getreidemischungen.
  • Elektrische Modelle sind auch tragbar. Sie benötigen keine stabilisierenden Verankerungen und können, wenn sie nicht in Gebrauch sind, platzsparend verstaut werden.
  • Allerdings sind elektrische Modelle um einiges lauter als Handmodelle, und sie erzeugen beim Mahlvorgang viel mehr Wärme.
  • Außerdem neigen sie aufgrund ihrer viel höheren Geschwindigkeiten dazu, mehr Staub zu produzieren als die manuellen Modelle.


Gibt es auch beides in einem?

 

Es gibt auch Hybrid Mühlen, der von manuellem auf elektrischen Betrieb und wieder zurück umgerüstet werden können.

Wenn der Strom ausfällt oder Sie einfach nur eine kleine Mehlmenge von Hand mahlen möchten, bietet Ihnen ein umrüstbares Modell die Möglichkeit, die Antriebsquelle zu wechseln - normalerweise mit einem einfachen Motoraufsatz.


Mahlgrad und weitere Unterschiede

 

Jede Getreidemühle verfügt über eine Art Mechanismus, der Getreide zerquetschen, zerkleinern, oder zu Mehl mahlen lässt und dabei eine Vielzahl von Texturen von grob bis sehr fein erzeugt.

Einige Mühlen sind vielseitiger nutzbar als andere und sind in der Lage, sehr harte oder weiche Körner sowie ölige oder eingeweichte Körner zu verarbeiten. Andere Modelle bieten austauschbare Mahlwerke, so dass Sie sie zum Mahlen trockener oder öliger Lebensmittel auswechseln können.

Ein Mechanismus, der immer beliebter wird, ist die "Haferwalze" oder "Getreideflocker", die Haferflocken und grobe Flocken produziert. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass dieses Zusatzgerät das Korn nicht fein genug mahlt, um zum Backen von Brot oder Gebäck geeignet zu sein - auch nicht nach mehreren Durchgängen durch den Trichter.

Die in Deutschland hautsächlich erhältlichen Varianten sind Mühlen mit Schneide- oder Hackmesser, Mühlen mit Mahlstein und Flockenquetscher.


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